
Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie Neuhofen gegründet
In Neuhofen regt sich Widerstand: 31 Bürgerinnen und Bürger haben die Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie Neuhofen ins Leben gerufen – ein klarer Auftakt in einer Debatte, die die Gemeinde seit der Standortbekanntgabe spürbar bewegt.
Der geplante Bohrplatz in unmittelbarer Nähe zur „Schlicht“, einem für viele Menschen wichtigen Natur- und Rückzugsraum, sorgt für wachsende Sorge. Noch bevor erste Maßnahmen beginnen, befürchten zahlreiche Anwohner massive Eingriffe in Umwelt, Lebensqualität und Naherholung.
Die Initiative verweist auf dokumentierte Risiken aus bestehenden Anlagen im Oberrheingraben: induzierte Erdbeben, Grundwassergefährdung, technische Störungen, Leckagen und mögliche Schäden an Gebäuden. Genau diese Erfahrungen nähren die Befürchtung, dass sich ähnliche Probleme auch in Neuhofen wiederholen könnten.
Der Blick in die Region zeigt, wie sensibel das Thema ist: In Waldsee stieß der dort geplante Standort bereits auf massiven Widerstand der Bevölkerung; über das eingereichte Bürgerbegehren hat die Gemeindeverwaltung bislang nicht entschieden. Nun hat die Geopfalz ihren Bohrplatz kurzerhand über die Gemarkungsgrenze nach Neuhofen verlagert – und auch hier formiert sich innerhalb kürzester Zeit deutlicher Protest. Die Bürgerinitiative reagiert damit auf ein Vorgehen, das weitreichende Eingriffe in Umwelt und Lebensqualität erwarten lässt.
Die Hoffnung des Neuhofener Bürgermeisters, die Gemeinde werde das Projekt stillschweigend schlucken, hielt exakt bis zur ersten Bürgerreaktion – und zeigt unmissverständlich, dass man solche Projekte nicht einfach „weiterreichen“ kann, nur weil der erste Ort sich gewehrt hat.























