Meinung zum Rheinpfalz-Artikel und zur IG Pfalz Parterre
„Tiefengeothermie in Neuhofen: Interessengemeinschaft zweifelt am Projekt“ von Nadine Klose, 19.03.2026
Was die Rheinpfalz hier zum zweiten Mal in kurzer Zeit abliefert, ist journalistisch dünn, politisch einseitig und inhaltlich erstaunlich unkritisch. Dass ausgerechnet eine „Interessengemeinschaft“, die aus vier Personen besteht und in neun Jahren keinerlei messbaren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung geleistet hat, nun wiederholt als Kronzeuge gegen die BIGT Waldsee aufgebaut wird, ist bemerkenswert – und zwar im negativen Sinne.
Die BIGT Waldsee hat in wenigen Monaten mehr erreicht als Pfalz Parterre in fast einem Jahrzehnt. Sie hat Bürger mobilisiert, Fakten offengelegt, politische Prozesse transparent gemacht und echte Risiken benannt. Genau deshalb wird sie angegriffen: weil sie Wirkung entfaltet. Pfalz Parterre hingegen wirkt wie ein Feigenblatt – ein bequemes Zitatreservoir für eine Redaktion, die sich längst als wohlwollende Begleitmusik der Tiefengeothermie positioniert hat.
Der Artikel selbst bestätigt das: Statt kritische Fragen zu stellen, übernimmt die Rheinpfalz brav die Aussagen von Herrn Hauptmann, der sich in Allgemeinplätzen verliert („Dekarbonisierung wichtig, aber nicht auf eine Karte setzen“) und gleichzeitig versucht, die BIGT Waldsee in die Ecke der „unsäglichen Kritiker“ zu stellen. Das ist durchsichtig und billig.
Noch absurder wird es, wenn Pfalz Parterre sich darüber beklagt, „über einen Kamm geschoren“ zu werden – während sie selbst genau das tut: Sie diffamiert eine Bürgerinitiative, die sich mit enormem Einsatz gegen ein hochriskantes Projekt stemmt, das die Region über Jahrzehnte prägen würde. Wer so agiert, hat sich – um Frau Kloses eigene Wortwahl zu verwenden – tatsächlich „disqualifiziert“.
Und die Rheinpfalz? Sie hätte die Möglichkeit, echte Aufklärung zu leisten:
· Wer trägt das Risiko?
· Wie werden Kredite abgesichert?
· Welche Haftungsfragen sind ungeklärt?
· Warum werden Bürger in Kleingruppen zerlegt, statt offen diskutieren zu dürfen?
· Warum werden kritische Stimmen systematisch marginalisiert?
Stattdessen bekommt die Leserschaft erneut ein weichgespültes Stück, das weder Tiefe noch journalistische Distanz erkennen lässt. Dass Frau Klose dabei immer wieder auf Pfalz Parterre zurückgreift, ist kein Zufall – es ist bequem. Man muss sich nicht mit denjenigen auseinandersetzen, die wirklich etwas bewegen.
Kurz gesagt: Die BIGT Waldsee kämpft für Transparenz, Sicherheit und demokratische Beteiligung. Die IG Pfalz Parterre kämpft für… ja, wofür eigentlich? Für mediale Aufmerksamkeit? Für das eigene Ego? Für die Rolle des „vernünftigen Kritikers“, der am Ende doch alles abnickt?
Wer neun Jahre lang nichts erreicht hat, sollte vielleicht weniger über andere urteilen und mehr über die eigene Relevanz nachdenken.
Ariane Stachowsky, 20.03.2026
Link zum Artikel: Tiefengeothermie in Neuhofen: Interessengemeinschaft zweifelt am Projekt - Neuhofen/Schifferstadt - DIE RHEINPFALZ











